Der 90 Zentimeter große Roboter zielt eher auf Begleitung und Bildung als auf Hausarbeit. Sein Nutzen hängt weniger vom Aussehen als von Zuverlässigkeit und Datenschutzregeln ab.

Eine Verkaufsvorstellung ist kein ausgeliefertes Produkt

AiMOGA schreibt Mobo 22 Freiheitsgrade, räumliche Wahrnehmung, Objekterkennung, Hindernisvermeidung und ein Gedächtnis für Familienpräferenzen zu. Das sind Herstellerangaben.

Vorbestellungen beweisen weder sofortige Lieferung noch autonome Aufgabenerfüllung in einer echten Wohnung. Öffentliche Angaben enthalten noch keinen ausreichend genauen Preis und Zeitplan für eine Kaufbewertung.

Familiengedächtnis ist auch eine Datenbank

Ein Begleiter, der Personen erkennt, Gespräche hört und Gewohnheiten speichert, kann praktisch sein. Er sammelt zugleich intime Angaben zu Tagesabläufen, Kindern und Gesundheit.

Nutzer müssen wissen, ob Daten im Gerät bleiben, in die Cloud gehen, Modelle trainieren und wie lange sie gespeichert werden. Offlinebetrieb, klare Anzeigen und einfaches Löschen sollten zentrale Kriterien sein.

Anwesenheit ersetzt keine Beziehung

Erinnerungen und Lernaktivitäten können eine Familie unterstützen. Sie dürfen nicht als Ersatz für Angehörige, Lehrkräfte oder medizinisches Personal dargestellt werden.

Ein sinnvoller Test dauert mehrere Wochen und prüft Anweisungen, Fehler, Unterbrechungen, Akkulaufzeit und Reaktionen von Kindern. Gefilmte oder aufgezeichnete Personen müssen zustimmen können.

Fazit

Mobo macht den Markteintritt sozialer Roboter sichtbar. Sein Wert hängt von Nutzungsbelegen und Datengarantien ab, nicht allein vom Versprechen der Gesellschaft.