Eine Schachtel zu öffnen wirkt banal. Für einen Roboter bedeutet es, einen Verschluss zu finden, ein Werkzeug zu führen und verformbares Material zu handhaben. BoxBot untersucht damit anpassungsfähigere Automatisierung.
Eine Vorführung für IROS angekündigt
Am 22. September 2026 stellte Viam BoxBot als Forschungsprojekt vor, das auf der IROS 2026 in Pittsburgh gezeigt werden sollte. Das System öffnet mit Klebeband verschlossene Kartons.
Zwei Methoden für zwei Schwierigkeiten
Beim Durchtrennen des Bandes nutzt der Roboter bildbasierte Führung. Zum Öffnen der Klappen setzt er ein Vision-Language-Action-Modell ein, das visuelle Beobachtungen, Anweisungen und Bewegungen verknüpft.
So wird nicht unterschiedslos die ganze Aufgabe einem einzigen Modell überlassen. Ein explizites Verfahren kommt dort zum Einsatz, wo es passt; Lernen übernimmt schwerer beschreibbare Manipulationen.
Lernen für eine klar begrenzte Aufgabe
Viam berichtet von 125 teleoperierten Demonstrationen, die in etwa fünf Stunden gesammelt wurden. Die technische Projektseite stellt das angepasste Modell und die zugehörigen Daten bereit.
Diese Zahlen gelten für dieses konkrete Projekt. Sie zeigen nicht, dass ähnlich viele Beispiele für alle Verpackungen oder ein ganzes Lager ausreichen würden.
Echte Kartons halten Überraschungen bereit
Unsere Analyse: Die industrielle Schwierigkeit liegt in der Vielfalt. Beschädigte Kartons, ungewöhnliche Verschlüsse oder empfindliche Inhalte verändern die Anforderungen.
Bewertungen sollten deshalb Erfolge, mögliche Schäden und die Fähigkeit messen, eine unsichere Handlung abzubrechen. Eine schnell geöffnete Schachtel ist nur dann nützlich, wenn der Inhalt unversehrt bleibt.
Fazit
BoxBot verfolgt einen pragmatischen Weg: mehrere Ansätze für eine klar umrissene Handlung miteinander verbinden. Sein Nutzen liegt ebenso in dieser Architektur wie in der Vorführung. Robustheit bei unterschiedlichen Verpackungen bleibt die nächste Herausforderung.

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